Unser Tierschutzverein hat seine beiden Hauptstandorten in Wien und einige Pflegestellen, meist auch in Wien und Umgebung In Wien 21 (bei Sonja&Richie) leben meist 4 -5 Pflegehunde und 2-3 Pflegekatzen, in der Kittenzeit wird auch schon mal das Schlafzimmer zum Kittenspielplatz umfunktioniert. In Wien 23 bei der lieben Claudia hauptsächlich Pflegekatzen.

Wir hatten zugegebener Maßen etwas Glück, fleißige Eltern bzw Großeltern zu haben, die es uns ermöglicht haben in großen Häusern zu leben. Wir gehen zudem selbst Vollzeit arbeiten und können daher unseren Pflegetieren viel Platz und einen Garten bieten. 

Unsere Pflegehunde leben mit unseren Hunden und Katzen im Familienverband. Kennen daher auch alle Alltagssituationen und Geräusche. Wir versuchen bestmöglich unsere Schützlinge auf ihr neues Zuhause vorzubereiten, jedoch muss man immer daran denken, dass ein Tier ein Lebewesen ist und mit Veränderungen unterschiedlich zurecht kommt. Also kann man nie erwarten, auch beim liebsten, bravsten Hund der Welt, dass man keine Arbeit mehr in Erziehung investieren muss. Tiere sind da wie Kinder, sie brauchen immer Aufmerksamkeit, Regeln und viel Liebe. (Auch wenn jetzt vielleicht ein paar die Augen rollen, ich darf das sagen, ich hab 2 Kinder 😉 

Unser Tagesablauf ist wahnsinnig anstrengend. Wir stehen früh Morgens auf, versorgen unsere Kinder und Tiere, putzen die nächtlichen Hoppalas, Katzenklos, stellen frisches Wasser und Futter bereit, gehen raus mit den Hunden und separieren dann Pflegekatzen- und Pflegehunde für den Tag. Damit die Katzen den Freibereich nutzen können, die Hunde aber in dieser Zeit im Haus bleiben. 

Dann gehen wir arbeiten, sonst könnten wir uns leider das Tiere retten und versorgen nicht leisten, holen unsere Kinder ab und kommen heim. Dann gleich mal raus mit allen, auspowern und mal das gröbste Chaos beseitigen. Kinder beschäftigen, kochen, und dann um 8 wenn die Kinder im Bett sind, richtig alles durchputzen. 250m2 saugen, aufwaschen, 2 Geschirrspüler laufen lassen, 2 Waschmaschinen parallel mehrmals neu befüllen und wieder füttern und Klos machen und Hunde in den Garten lassen. Um 23:00 schalten wir dann noch ein paar Inserate und bearbeiten neue Notfälle und organisieren die nächsten Spendenfahrten, versuchen unsere Seiten aktuell zu halten und um 2 Uhr nachts ist dann meist auch für uns endlich Schlafenszeit. 

Wir haben unsagbar viele liebe Menschen die uns mit Futterspenden und Sachspenden unterstützen, jedoch all die oben beschriebene Arbeit lastet nur auf uns dreien. 

Ich hoffe ihr versteht, wenn dann mal was unter geht oder wir auf Nachrichten recht spät antworten. Wir tun wirklich alles nach Kräften, aber uns geht das Tierwohl vor und wenn wir dann 2 todkranke Kitten haben die gerettet werden müssen, bleiben Anfragen dann mal liegen oder wir vergessen schlicht und einfach zu antworten. Schreibt uns dann einfach eine Erinnerung, wir danken euch dafür! 

Liebe Grüße 

Sonja